Geschlechtskrankheiten

Damit die schönste Nebensache der Welt auch schön bleibt.

Die Venerologie, die ihren Namen Venus, der Göttin der Liebe, verdankt, beschäftigt sich mit der Diagnose und der Therapie von Geschlechtskrankheiten. Da sich sexuell übertragbare Erkrankungen (STD) häufig an der Haut manifestieren, ist sie ein Teilgebiet der Dermatologie und fester Bestandteil der Facharztausbildung.

Zu den klassischen Geschlechtskrankheiten zählen Gonorrhoe (Tripper), Syphilis (Lues), Ulcus molle (weicher Schanker) und das Lymphogranuloma inguinale. Durch Geschlechtsverkehr können u. a. außerdem HIV, Hepatitis, Trichomonaden-, Herpesvirus- und Hefepilzinfektionen sowie Genitalwarzen (humanes Papillomvirus/HPV) und parasitäre Erkrankungen übertragen werden. Bei Verdacht auf eine Ansteckung suchen Sie uns bitte auf. Aber keine Sorge: gemeinsam stellen wir eine Diagnose und leiten sofort die richtigen Behandlungsmaßnahmen ein.

Ihre Fragen. Unsere Antworten.

Woran erkennt man Geschlechtskrankheiten?

Die sehr vielfältigen Symptome sind teilweise diagnostisch für das jeweilige Krankheitsbild. Anzeichen können u. a. Juckreiz, Ausfluss, nicht abheilende Hautverletzungen und schmerzhafte Lymphknotenschwellungen sein.

Wie stellt der Arzt Geschlechtskrankheiten fest?

Nach einer ausführlichen Anamnese und körperlichen Untersuchung machen wir je nach Verdachtsdiagnose Abstriche auf Bakterien und Viren sowie Blutuntersuchungen.

Was ist ein Tripper?

Tripper bezeichnet eine bakterielle Infektion mit dem Bakterium Neisseria gonorrhoeae und gehört zu den weltweit häufigsten sexuell übertragbaren Infektionskrankheiten. Das Leitsymptom ist eine Harnröhrenentzündung mit schmerzhafter Harnentleerung und eitrigem Ausfluss. Bei Frauen verläuft die Infektion häufig asymptomatisch.

Was ist Syphilis?

Bei der Syphilis handelt es sich um eine Infektion mit dem Bakterium Treponema pallidum, die ausschließlich durch Geschlechtsverkehr übertragen wird. 10 bis 14 Tage nach einer Infektion bilden sich im Genitalbereich schmerzhafte Knötchen, die sich öffnen. Außerdem schwellen die Lymphknoten im Leistenbereich schmerzhaft an.

Was sind Feigwarzen und wie werden sie behandelt?

Feigwarzen sind kleine Warzen im Genitalbereich, die durch eine sexuell übertragbare Infektion mit humanen Papillomviren entstehen (HPV). Feigwarzen sind die häufigste STD (Englisch: sexually transmitted disease).

Unterteilt werden high risk- und low risk-Typen. Niedrigrisikotypen wie HPV 6 und 11 rufen vor allem Feigwarzen hervor. Hochrisikotypen wie HPV 16 und 18 werden für das Auftreten von Zervixkarzinomen, anogenitalen Karzinomen und Larynxkarzinomen verantwortlich gemacht.

Feigwarzen werden entweder mit Cremes behandelt (Aldara, Veregen) oder wir entfernen sie in örtlicher Betäubung mit einer Ringkürette plus Elektrokauter. Alternativ tragen wir sie mit einem entsprechend geeigneten Laser ab.

Gibt es Impfungen gegen Geschlechtskrankheiten?

Impfungen sind möglich gegen Hepatitis A & B- und gegen HPV-Viren. Die Dreifach-Impfung mit Gardasil 9 schützt gegen HPV 6, 11, 16 und 18, 31, 33, 45, 52 und 58, so dass ein Schutz gegen die häufigsten Auslöser von Genitalwarzen und Zervixkarzinomen besteht.

Ab wann ist ein HIV-Test aussagekräftig?

Mittels biochemischer Methoden ist das Virus 10 bis 11 Tage nach der Infektion im Blut nachweisbar (PCR). Antikörper im Blut zeigt ein Test erst nach drei Wochen.

Was versteht man unter PEP?

Das ist die Postexpositionsprophylaxe, bei der die Einnahme antiretroviraler Medikamente das Eindringen des HI-Virus in die Zielzellen und somit die HIV-Infektion verhindert. Üblicherweise nehmen Patienten eine Kombination aus drei Präparaten über einen Zeitraum von vier Wochen nach der möglichen Infektion ein.

Unsere Expertin für die Behandlung von Geschlechtskrankheiten

Dr. med. Anna Brandenburg

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