Haar- und Kopfhauterkrankungen

Unsere Behandlungsmethoden haben immer Hand und Fuß. Auch bei Kopfhauterkrankungen.

Erkrankungen von Kopfhaut und Haaren können für Betroffene extrem unangenehm sein, da sie das äußere Erscheinungsbild ungepflegt wirken lassen und je nach Ausprägung zu Haarausfall führen können. Wobei es für Haarausfall fast so viele Gründe gibt wie Haare auf einem gesunden Kopf: Medikamente, Mangelernährung, schwere Erkrankungen, Schilddrüsenfunktionsstörungen, hormonelle Einflüsse, genetische Veranlagung, Kopfhauterkrankungen, Infektionen der Kopfhaut mit Viren, Bakterien und Pilzen sowie Verletzungen oder Einwirken chemischer und physikalischer Schadstoffe. Die individuelle Ursache finden wir durch eine umfassende Anamnese und diagnostische Maßnahmen wie Blutanalyse und Trichoscan. Und stoppen den Haarausfall, bevor die Haarfollikel irreversibel Schaden nehmen.

Ihre Fragen. Unsere Antworten.

Was ist ein Trichoscan und wie wird die Untersuchung durchgeführt?

Bei einem Trichoscan werden mit Aufnahmen exemplarischer Kopfhautareale computergestützt Parameter wie Haardichte und -dicke, Haarwurzelstatus und Wachstumsgeschwindigkeit ermittelt. So können wir Rückschlüsse auf die Ursache des Haarausfalls ziehen und den Erfolg einer eingeleiteten Therapie beurteilen und dokumentieren.

Für die Analyse wird zunächst ein kleines, ca. 2 cm² durchmessendes Areal am Hinterkopf rasiert und eingefärbt. Die Stelle liegt versteckt und kann durch Kämmen gut verdeckt werden. Danach werden mit einer speziellen Kamera Aufnahmen gemacht, im Computer gespeichert und ausgewertet. Um den Haarausfall quantitativ bewerten zu können (wie viele Haare fallen verhältnismäßig aus?), fertigen wir nach drei Tagen Verlaufsaufnahmen an, aus denen der Computer das Verhältnis zwischen Wachstums- (Anagen) und Ausfallphase (Katagen) ermittelt. Normalerweise sollten sich ca. 85% der Haare in der Wachstumsphase und ca. 8 – 14 % in der Ausfallphase befinden. Eine Umkehrung dieses Verhältnisses kann z.B. auf einen erblich bedingten Haarausfall hindeuten.

Wachsen ausgefallene Haare nach?

Nur wenn Entzündungen und narbige Umbauprozesse das Haarfollikel nicht zerstört haben. Oder es sich unter Einfluss von Dihydrotestosteron unwiderruflich zurückgebildet hat. Umso wichtiger ist, dass schnell eine richtige Therapie eingeleitet wird.

Lässt sich Haarwachstum stimulieren?

Mit Plasmabehandlungen und Mesotherapien ist das effektiv möglich. Bei Plasmabehandlungen stimulieren körpereigene, aus dem Blut gewonnene Wachstumsfaktoren die Haarfollikel und die Durchblutung der Kopfhaut wird gesteigert. Diese Behandlung eignet sich außerdem hervorragend für Patienten, die eine Haartransplantation haben durchführen lassen – das Einwachsen der Haare wird verbessert und das Transplantat vor Wiederausfall geschützt. Bei der Mesotherapie injizieren wir einen anregenden Cocktail aus Vitaminen, Mineralien und Aminosäuren direkt in die Kopfhaut, wo die Haarfollikel sie optimal aufnehmen können.

Wie entsteht kreisrunder Haarausfall und wie wird er behandelt?

Vermutet wird, dass kreisrunder Haarausfall durch Autoimmunreaktionen entsteht, bei denen der Körper die eigenen Haarfollikel angreift. Häufig besteht auch ein Mangel an Vitamin D. In vielen Fällen hilft das Auftragen von hochdosierten Kortisonlösungen. Durch die Dicke der Kopfhaut sind keine Nebenwirkungen auf den restlichen Körper zu befürchten.

Sprödes, schütteres Haar – wo können die Ursachen liegen?

Wenn die äußere Schuppenschicht aufgeraut ist, wirken die Haare spröde. Einfache Ursachen sind Pflegefehler, tiefergehende Ursachen liegen in hormonellen Umstellungen (Wechseljahre, Schwangerschaft) oder Schilddrüsenfunktionsstörungen. Auch ein Mangel an Spurenelementen (Eisen, Zink, Kuper) und Vitaminen (Biotin, Vitamin B) kann der Auslöser sein.

Starke Schuppung an der Kopfhaut: Was kann dahinterstecken?

Kopfhautschuppen treten verstärkt in den Herbst- und Wintermonaten auf. Auch Schuppenflechte oder Neurodermitis können der Grund für Schuppen sein. Beim seborrhoischen Kopfhautekzem liegt eine Überbesiedlung mit einem Hefepilz vor.

Was ist charakteristisch für Pilzerkrankungen der Kopfhaut?

Bei Erwachsenen sind sie eher selten. Meistens treten Pilzerkrankungen der Kopfhaut bei Kindern zwischen 2 – 14 Jahren auf. Erreger sind meistens Fadenpilze: Pilze, deren natürlicher Wirt Tiere sind, können besonders starke, schwer zu therapierende Infektionen auslösen. In Kindertagesstätten und Schulen breiten sich Infektionen mit dem Pilz Microsporum häufig endemisch aus.

Woran erkennt man bakterielle Infektionen der Kopfhaut?

Bakterielle Kopfhautentzündungen können sich als extrem schmerzhafte Haarfollikelentzündungen mit entzündlichen Papeln und eitrigen Pusteln äußern. Um ggf. das richtige Antibiotikum verordnen zu können, machen wir einen bakteriologischen Abstrich.

Welche Ursachen können Haarwurzelentzündungen haben?

Entzündungen der Haarfollikel an der Kopfhaut können im Rahmen einer ausgeprägten Akne auftreten oder sich unabhängig davon manifestieren. Charakteristisch sind das Auftreten sogenannter Büschelhaare und eine narbige Zerstörung der Haarfollikel. Pusteln mit narbiger Abheilung und daraus resultierender Haarlosigkeit entstehen aber auch ohne bakterielle Beteiligung; deshalb sprechen nicht alle Patienten auf antibiotische Systemtherapien an.

Wo können die Ursachen einer Haarlosigkeit mit Narbenbildung liegen?

Die sogenannte vernarbende Alopezie kann z. B. bei Autoimmunerkrankungen (Lupus erythematodes, Lichen ruber planus) und chronischen „akneartigen“ Haarfollikelentzündungen (Follikulitis decalvans) auftreten. Auch das krankhafte Ausreißen der Haare, Bestrahlungsbehandlungen, Infektionen mit Viren, Bakterien und Pilzen sowie Tumorerkrankungen können eine narbige Zerstörung der Haarfollikel auslösen.

Unsere Expertin für Haar- und Kopfhauterkrankungen

Dr. med. Anna Brandenburg

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